Betreuungsperson liest einem Kind in ruhiger Umgebung vor
Kinderintensivpflege zu Hause
als 1:1-Versorgung

Zu Hause fühlt sich jeder am wohlsten – das gilt für Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Auch schwerstkranken Kindern steht diese Möglichkeit offen: mit einem spezialisierten Pflegeteam, der nötigen Ausstattung und dem Behandlungsteam aus Ärzten und Therapeuten steht dem nichts im Wege. Wir möchten aufzeigen, welche Vorteile und Herausforderungen die 1:1-Pflege zu Hause hat und was wir für Eltern und Kinder tun können.

Kinderintensivpflege in der 1:1-Versorgung bedeutet

“Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner gesunden Tochter. All meine Zeit habe ich in die Pflege von Leo gesteckt. Seitdem wir unterstützt werden, kann ich auch wieder Zeit mit der großen Schwester verbringen.

Der geht es seitdem viel besser und Streit in der Familie gibt es auch weniger. Ich bin sehr froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Mir wurde hier sehr geholfen,”

Michelle, Mutter eines beatmeten Jungen.

Pflegefachkraft liest gemeinsam mit einem Kind aus einem Bilderbuch

Spezialisierte 24-Stunden-Pflege

Pflegfachpersonal ist je nach Verordnung stundenweise oder 24-Stunden für Eltern und Kinder da. Wie lange hängt von der ärztlichen Einschätzung und der notwendigen Interventionsbereitschaft ab.

Medizinische Pflege & Überwachung

Alle Maßnahmen, die dem Wohlergehen Ihres Kindes zugutekommen sollen, werden planvoll im Tagesablauf integriert. Es gibt eine Zeit für Pflege, für Spielen und für die Behandlungspflege, z. B. Verbandwechsel, Ernährungsgabe über Sonden und Prüfen der medizintechnischen Geräte. All das will koordiniert und regelmäßig durchgeführt werden. Dabei verlassen Sie sich am besten auf die professionellen Pflegefachkräfte, die viel Erfahrung in der Koordination aller Maßnahmen haben, denn alle Aktionen hängen stark vom aktuellen Gesundheitszustand Ihres Kindes ab.

Beratung zu Organisation & Verwaltung

Um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Außerklinischer Intensivpflege (AKI) sicherzustellen, sind eine Menge Dinge zu erledigen. Verschiedene Anträge müssen gestellt werden, der Medizinische Dienst oder die Krankenkasse benötigen verschiedene Unterlagen und Vieles mehr. Das braucht nicht nur Zeit, sondern auch die Kompetenz, wie Anträge einzureichen sind. Auch hier unterstützen wir. Wir haben Erfahrung darin, die richtigen Schritte gemeinsam mit Ihnen zu gehen.

Organisation von Therapien

Kinder mit komplexen Krankheitsbildern haben meist auch eine Menge zu tun: verordnete Therapien und Anwendungen müssen durchgeführt werden. Therapeuten kommen entweder nach Hause oder Ihr Kind muss zu den Therapien begleitet werden. Egal wie: dafür sind wir da.

Alltagsunterstützung & Förderung

Kinder wollen Spaß haben und neue Dinge kennenlernen. Wie geht das besser als bei Ausflügen oder in der Kita und Schule? Nicht nur zu Hause werden Fördermaßnahmen ergriffen, sondern auch gezielt in anderen Umgebungen. Die Vielfalt der Maßnahmen macht die Lebensqualität aus. All das hängt immer vom Gesundheitszustand des Kindes ab und wird jeden Tag neu bewertet.

Ist die 1:1-Versorgung die beste Entscheidung für mein Kind mit Intensivpflegebedarf?

Diese Frage muss sehr individuell beantwortet werden. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Es gibt, wie so oft im Leben, immer zwei Seiten, die betrachtet werden sollten.

Vorteile:

  • Pflegefachkräfte, die in der 1:1-Versorgung eingesetzt werden, sind meist langfristig eingeplant. Sicher kommt es auch hier zu Wechsel und Vertretungssituationen, aber Kind und Pflegefachkraft können sich gut kennenlernen und die Herausforderungen im Alltag gemeinsam meistern. Die enge Bindung ermöglicht auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen, auch wenn eine verbale Kommunikation nicht immer möglich ist.
  • Integration und Teilhabe: Die Begleitung in Kita oder Schule kann sichergestellt werden.
  • Wir geben dem Alltag eine Struktur, in der wir uns mit dem Kind bewegen.
  • Sie als Eltern sind entlastet, weil ein Teil der Pflege und Organisation übernommen wird und die Mitarbeiter bereitstehen für alle offenen Fragen. Das führt auch dazu, dass Sie wieder Eltern sein können und die Zeit mit Ihren Kindern für Fürsorge und elterliche Liebe aufwenden können.
  • Es kann jederzeit die fachkundige Anleitung von Ihnen und Bezugspersonen zu Behandlungs- und Pflegemaßnahmen stattfinden. Dies erfolgt automatisch im Alltag.

 

Herausforderungen:

  • Unsere Pflegefachkräfte sind Gast bei Ihnen und entsprechend verhalten sie sich auch. Sie respektieren persönliche Grenzen und individuelle Gegebenheiten vor Ort und zugleich sind sie ein Teil des familiären Lebens.
  • Gute Absprachen zwischen Eltern und Pflegefachkräften vor Ort sind notwendig, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Notwendige Tagesstrukturen müssen für alle passen und die Organisation von Terminen braucht immer die Information und Zusammenarbeit aller.
  • Das Familienleben und die Privatsphäre zu Hause ändert sich, wenn Pflegefachkräfte mit im Haus sind. Es braucht auch eine Menge Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Dessen sind wir uns bewusst und tragen dafür Sorge, dass unsere Mitarbeiter sich entsprechend verhalten.

 

Gehen Sie mit uns ins Gespräch. Gemeinsam finden wir eine Lösung für Ihr Kind und die Familie.

Alternative Versorgungsformen

Die opseo bietet auch andere Versorgungsformen für Kinder mit Intensivpflegebedarf an: Kinder leben in stationären Einrichtungen oder Wohngemeinschaften. Auch hier werden Kinder und Jugendliche umsorgt, medizinisch-pflegerisch professionell versorgt, Sie als Eltern entlastet und die bestmögliche Lebensqualität ermöglicht. Das Besondere in diesen Wohnformen ist, dass wir zusätzlich noch über pädagogische Fachkräfte Frühforderung sicherstellen. Mehr über das pädagogische Konzept erfahren Sie hier.

Sie wollen mehr über 1:1-Kinderintensivpflege erfahren?

Wenn Ihr Kind auf Intensiv- oder Beatmungspflege angewiesen ist, kann es trotzdem zu Hause leben und sicher versorgt werden. Mit uns an Ihrer Seite wird das möglich. Kommen Sie auf uns zu!