Als Lenny etwa zweieinhalb Jahre alt war, wurde die nächtliche Versorgung für die Eltern zu viel. Der Monitor gab beinahe ununterbrochen Alarm – ein nächtliches Konzert, das sie mit Sauerstoffgabe, Absaugen, Inhalationen, Umlagerungen und Medikamenten beruhigen mussten. In dieser Phase der völligen Erschöpfung suchten sie im Internet nach Hilfe. So stießen sie auf das Wichtelteam – und waren sofort überzeugt, dort die Unterstützung zu finden, die sie so dringend benötigten. Sie beantragten die Kinderintensivpflege bei der Krankenkasse.
Lennys Zustand verschlechterte sich weiter. Kurz nach seinem dritten Geburtstag kam es zu einem akuten Lungenversagen. Erneut rettete die Intensivstation sein Leben. Die Ärzte rieten dringend zu einem Pflegedienst. Es folgten Antragstellung und Prüfung durch den Medizinischen Dienst. Viele Monate, Zog sich die Bewilligung hin. Monate, die viel Kraft kosteten. Ab Februar 2011 durfte das Wichtelteam nun endlich für fünf Nächte in der Woche kommen. Eine große Entlastung für die ganze Familie und ein Gewinn für Lenny.
Lenny schloss „seine“ Schwestern vom Wichtelteam sofort ins Herz. Und auch die Familie fühlte sich schnell getragen und verstanden. Kompetenz, Freundlichkeit, Fürsorge zeichneten die Zusammenarbeit aus. All das schenkte der Familie wieder Momente der Ruhe für die Zeit in der Lenny am Leben war.
Wir erzählen hier diese Geschichte, um Mut zu machen: Mut, sich Hilfe zu holen, dem Rat von Experten zu folgen, und den Mut den Rest der Familie nicht aus den Augen zu verlieren. Die Geschichte zeigt, wie Eltern mit sich ringen und dass Kinder mit komplexen Erkrankungen und einem hohen Bedarf an spezialisierter Intensivpflege von der Unterstützung durch einen Intensivpflegedienst profitieren. Es braucht Durchhaltevermögen, stressfreie Zeit und Expertenwissen, um die Pflege von Kindern mit Intensivpflegebedarf zu übernehmen. Wir von opseo betrachten die Aufgabe immer ganzheitlich und sehen deshalb das Kind und auch die Familie.